kälter / nushu /2 24.9.2004, 20:48

Kälter ist es geworden. Verräumt der Ventilator (der diesen Sommer ohnehin nur Dekoration sein konnte), im Austausch kommt Fred, der Verdampfluftbefeuchter.
Heute Abend habe ich nun die Therme auf Heizbetrieb umgestellt. Das wird wieder dauern.
Umgekehrt und positiv gesehen: Der Rote schmeckt im Winter am besten. Erst recht der Amarone.

Ein Wort noch zu nushu.
Da erfährt man von einem Verlust von etwas, von dem man vorher gar nicht gewusst hat, dass es existiert. Wo liegt also der Verlust? (Und er ist da, der Verlust, er läßt sich nicht wegreden!)
Umgekehrt: Bei TCM zum Beispiel kriegt man – jede Woche eine neue Welt – Sachen, von denen man vorher noch gar nicht gewusst hat, dass man sie braucht (oder es zumindest jedes Jahr vergißt, TCM-Produkte erscheinen zyklisch.).
Schon irgendwie interessant.



nushu , 8:30

Der Standard meldet, dass nushu, eine Sprache, die nur von Frauen in einer abgelegenen Provinz Chinas gesprochen wurde, mit der letzten Muttersprachlerin (98 ist sie angeblich geworden) ausgestorben sei.
Ich habe nun recherchiert und muss den Standard korrigieren: Es handelt sich nicht, wie gemeldet, um eine Sprache, sondern um eine sehr spezielle Schrift:
nushu - die Schrift

Ich verweise auf meine Komposition AEIOU für tiefes Quintett (2002) und behalte mir vor, diese traurige Tatsache in einer weiteren Komposition zu würdigen.
Mich interessiert das wirklich.



herbstlbertlmütterl 2007 23.9.2007, 12:00

liebe mba,

das ist aber in isfahan, wo noch nie ein papst hinkam

knapp nach dem segensreichen papstbesuch macht sich eine umsichgreifende säkularisation nicht nur in mariazell durch überkleben von pontifexplakaten mit wie auf einem altar auf tischchen sich räkelnden fräuleins palmers bemerkbar (ein reizvolles zwischenstadium während der überklebmetamorphose zeigte man unlängst im kurier, wandlung vom weißgekleideten geistwesen ins fleischwesen gewissermaßen, möglicherweise ein gottesbeweis – wer will und wem es nützt – wovon ich mich natürlich distanziere – wovon?), sie macht sich auch beim mütterbriefschreiben breit, jawohl, so ist es: wie es nämlich ausschaut, kommen die mütterbriefe mittlerweile nicht mehr alle heiligen zeiten (gäbe es, gäbe es heilige, auch unheilige und welche wären das?), sondern an den kurvendiskussionsmäßig interessanten undalso naturwissenschaftlich einwandfreien punkten des sonnenlaufes (maximum, nulldurchgänge, minimum), und da ich ohnehin selbstauferlegt einen täglichen eintrag im mütterlog zu verfassen habe (eine merkwürdige zwangshandlung), ist mir diese sich derart entwickelnde entwicklung durchaus recht. hier also mein herbstlbrieferl.

beim betrachten des wortes herbstl fällt mir auf, dass es letztlich nicht allzuviele worte gibt, die sich mit einem ell schmücken können. so darf ich ihnen heute einige gegenstände anbieten, die, näher betrachtet, alle über diesen edlen buchstaben verfügen.

von privat an privat günstigst abzugeben wären:

1) ein fahrrad – verkauft am 25.9.
2) ein harmonium – binnen einer stunde vergeben
3) ein pianino [möglicherweise eine bewerberin]
4) tonträger (mehrere)

ad 1) fahrrad, fahrbereitabgefahren!
schwarz, 6 gänge, eigengewicht, superweicher sitz in der mitte, praktischer korb hinten, hochbequemes fahren, ja, cruisen. seit jahren schon garagenrad, zuvor schon nur im sommer nur bergab gefahren, d.h. zustand 1a (die reifen gehören aufgepumpt, wofür gesorgt sein wird, machen sie sich keine sorgen).
bittewo ist das ell? fragen sie, völlig zu recht.
bitteschön, da ist es: bei diesem radlll handelllt es sich um ein tadelllllloses lllegendäres falllterrad, ein kullltobjekt, wie man sagt (welllcher kulllt? – s.o.).

über den preis wurde stillschweigen vereinbart; er hat 72,67 euro nicht überstiegen.

ad 2) harmonium, harmoniebereit – abgeholt, restauriert, neu eingespielt, fliehende würmer
gernhaberstück, erzeugt vor ca. 100 jahren. weiche zungen, warmer ton, cirka 10 register, einreiher.
und hier, das ell?

unter orgellllbauern wird das schöne harmonium gerne als choralmobed bezeichnet. und wenn ihnen das nicht reicht, der etwas volkstümlichere ausdruck sei ihnen auch verraten: hallllllelllujatraktor. [in deutschland, z.b. essen oder mülheim an der ruhr: psalmenpumpe]

ad 3) pianino
schwarz, massiv, gehört gestimmt, sonst aber in ordnung.
das ähällll!?
nennen wir es halt klavier. ein kleines halt. und es ist wirklich ok. und schön und alt und massiv, also nicht aus sperrholz oder resopal.
preis: ganz sicher nicht die welt
(das schöne stück gehört mir zwar nicht selber, ich werde aber gerne und so unverzüglich wie denkbar den direkten draht zur besitzerin vermitteln.)

ad 4) tonträger
was meinen sie, wo sind sie besser aufgehoben, meine so schön gemachten versilberten opera? in massen bei mir oder vereinzelt, verstreut über die interessierte und kundige welt, z.b. bei ihnen daheim? na sehnsie. na hörnsie.
etwa, brand- bzw. brennneu: grenzkà¦mpfe – elll? – meine allererste solo-cd (1993) als 2., beträchtlich erweiterte, völlig überarbeitete, vielfach verbesserte und neu gestaltete auflage.
mit neuem bonus- und! malustrack! bitte sich das keinesfalls entgehen zu lassen. beim wieser-verlag oder direkt bei müttern.
die weiteren tonträger, als da sind
muetters muellerin (das album!)
parlando
timbreplus
schubert:winterreise:mütter
written images
und etliche andere und bald auch schon
muetters dichters liebe
finden sie samtundsonders auf muetter.at
und bedenken sie: bald schon kommt allerheiligen, das letzte fest mit l vor dem heiligen abend.

vorher aber kommt der oktober und davor noch ende september. angekündigt sei eine literarische wanderung mit kurt palm inundum ried im innkreis (endstation ist senftenbach, das gasthaus kollmann) am kommenden samstag. anfang oktober spielt es sich in wien ab, zuerst die eröffnung des ignm-festes, dann spielen sie auch noch zwei stückln von mir, am 6. stump-linshalm nushu und am 7. die uraufführung von born. rondo für toypiano mit innerer stimme, mit und für isabel ettenauer, am 6. werden wolfram berger, adi hirschal, sascha lackner und bertl mütter in der galerie der akademie am schillerplatz die lange nacht der museen unter dem titel eros in öl begehen. undundund. 26.10. allein unter lauter chinesischer kunst im museum der moderne, dann, noch einmal am mönchsberg über salzburg, nushu, am 6.11. nämlich.
wollent für details die rubrik bald consultà®rn.
achja, am 28.10. vormittag ist es bei den kulturvermerken in gmunden mit gert jonke und bertl mütter nichts weniger als die hölle. höllenfurcht, um es genauer zu sagen.

eben. genug ge-ellt.
ein schönes herbstln. auf ein persönliches treffen freut sich ihr
bertl mütter (2.v.l.)

bertl mütterl (von ihnen gesehen lechts)

— der serviceteil — der serviceteil — der serviceteil — der serviceteil —

bald – die vorschau
über den weiteren verlauf der baldigkeit bis zur wintersonnwend werden sie hier bestens informiert.

vorbei – der rückblick
manches, das jetzt bald ist, wird bald vorbei sein. hier zum nachlesen.



knapp vor Lichtmeß bis knapp vor Ostern 26.1.2005, 6:00

Liebe MBA,

dieser Mütterbrief wird kurz. Mir fällt nämlich nichts ein, aber ich habe angekündigt, dass ich kurz vor der kommenden Veranstaltung noch einmal in einem eigenen Mütterbrief auf sie hinweisen werde, und jetzt muss ich halt schreiben, ob es mich freut oder nicht.
Warum mir nichts einfallen will, ist leicht erklärt: In den letzten Wochen habe ich nämlich zwei Stücke fertig componà®rt, nushu, für das Duo Stump-Linshalm und ihre zwei Bassklarinetten, es wurde bereits für eine bald erscheinende CD aufgenommen, Material finden Sie hier, und
Elise
Pour Elise (oryctà©rope, bleue),

das Papier noch feucht, habe ich es gemeinsam mit Markus Sepperer samt seinem Englischhorn durch buchstabiert; eben habe ich es auf meiner Homepage gewissermaßen vorangemeldet.
Dazu kommt, dass ich seit Ende 2004 einigermaßen durchgehend verkühlt war und, weil es grad so gut passte, mir noch von Rudi links oben den 6er, 7er und 8er machen ließ. Gold ist ein guter Wärmeleiter, denke ich mir jede Nacht so um 4.00 Uhr in der Früh, eine sehr wärmeleitende Stunde muss das sein, stelle ich mir vor, auwehauweh.
Außerdem sollte ich auch schon schön langsam wieder meine Posaune beatmen, dass ich am Sonntag wieder schön spielen kann im schönen Heinzconradswohnzimmer, es ist eine Freude und eine Ehre und ich würde mich sehr freuen und es wäre mir eine Ehre, wenn Sie und recht viele Freunde, denen Sie es weiter gesagt haben, jedenfalls alle recht zahlreich, am kommenden Sonntag, 30. Jänner 2005, ab 10.30 Uhr ins Radiokulturhaus kommen. Zum Entrà©e wird im Foyer Kaffee gereicht, dazu die viel zu vielen Ströckkipferl (haben sie mir gesagt, dass die immer mehr anliefern, als verzehrt werden kann). Dann gehen Josef Haslinger und ich in den Saal, und auch Markus Sepperer wird sein cor anglais erschallen lassen.
Wer nicht selbst kommen kann, kann sich am Sonntag ab 11.00 Uhr auch den Live-Stream im Internet anhören.
Alle Links zur Veranstaltung, sowie einen sehr amikalen Text von Franzobel gibt es hier.
Über den 30. Jänner und wie es bald schon weitergeht, steht immer im Aktuell-Ordner auf meiner Homepage.

Und doch noch drei österreichische Vorankündigungen:

Freitag, 11. März 2005, 19.30, Klagenfurt, Dom
Lamentationes, gemeinsam mit der Domkantorei Klagenfurt in einer beeindruckend mutigen Rauminstallation

Palmsonntag, 20. März 2005, 18.00, Krems/Stein, Minoritenkirche
Eiertanz, gemeinsam mit – raten Sie (siehe Datum)
Hinweis: Franzobel und Tex Rubinowitz sind adabei.

Karsamstag, 26. März 2005, 21.30, Graz, Dom im Berg
Comœdia de Christi Resurrectione, gemeinsam mit Wolfram Berger

Wegen meiner Geschichte(rl)n kann ich auf mein wirklich tagtäglich geführtes Diarium im MütterLog verweisen. Aber was soll ich Ihnen hier davon erzählen, Sie befinden sich ja gerade mittendrinnen. Ein Tipp nur: nutzen Sie die Suchfunktion. Und: Bittedanke für Kommentare; alles, was nicht gegen den Anstand verstößt (keine nackten Frauenrücken!, keine garstigen englischen Wörter mit vier Buchstaben!), wird veröffentlicht. Und anständig und tüchtig sind doch wohl meine p.t. MBA, nicht wahr, wollen wir hoffen.

Nochwas: Carsten Fastner hat im Falter, Nr. 4/05, einen Artikel geschrieben, in dem ich mich erkennen kann. Freut mich sehr.

Daunddort: Herzlich willkommen!

Bertl Mütter

Jetzt aber noch eine gute Lichtmess-, Faschings- und Fastenzeit!



Vorwintersonnwendmütterbrief 2004 18.12.2004, 0:46

Liebe MBA,

jetzt auch noch meine Nachrichten. Ich will es kurz machen, gebe ein paar kleine Hinweise und dann Wiederschaun, Frohe Weihnachten und 1 Gutes Neues Jahr, Alles Gute etc. u. dergl. (ich komme unten darauf zurück).

Zuvorderst muss ich sagen, dass meine neue CD parlando angekommen ist, und sie ist fertig zum Verschicken, inklusive
– Porto und Verpackung
– einer schönen Geschichte (wahlweise in drei Sprachen: ital/dt/engl)
– sechs Fotos (eines davon von Victoria Coeln extra in Teheran aufgenommen)
– einem Stiftswappen (St. Lambrecht)
– dreier Räume (Peterskirche / Karner / Schlosskapelle)
– fünfundzwanzig Stücken (10 / 8 / 7), aufgenommen, als die Tage, unmerklich erst, gerade begannen, kürzer zu werden, kann ich sie jetzt verschicken, da die Tage bald, unmerklich noch, länger werden, ist sie um wohlfeile € 20,- binnen kürzester Zeit direkt bei mir erhältlich.

Die unentbehrlichen Hintergrundinformationen zu parlando finden Sie hier. (Da kann man auch fünf Stücke ganz anhören!)
Wer lesen will, was geschrieben steht, findet es hier:
– auf Italienisch
– auf Deutsch
– und auf Englisch.

Danke dem Stift St. Lambrecht, dem SKE-Fonds der austro mechana und natürlich meinen wunderbaren Schagerl-Posaunen.

Mehr lässt sich jetzt nicht sagen, Kritiken gibt’s ja noch keine, also machen Sie sich bitte selbst Ihr Bild und – bestellen Sie!

Zur allgemeinen Weltbetrachtung in dieser vorfestlichen Zeit darf ich auf meinen Adventkalender im MütterLog verweisen. Da finden sie täglich um 0.00 Uhr + ein paar Sekunden ein Fensterl in Form von ein paar Zeilen zum Verweilen.

Bleibt mir noch, auf den sicher noch einmal gesondert anzukündigenden Sonntag, 30. Jänner 2005 hinzuweisen, da gibt es um 11.00 Uhr eine Matinà©e im RadioKulturhaus, dem Wohnzimmer von Heinz Conrads, gemeinsam mit Josef Haslinger als Gesprächspartner und Markus Sepperer am englischen Horn; er wird mein neues Stück Pour Elise (oryctà©rope, bleue) pour un seul cor anglais zum ersten Mal spielen. Vorher muss es allerdings noch componirt werden, ebenso wie ein Stück für zwei Bassklarinetten das den Arbeitstitel nushu trägt, und das Petra Stump und Heinz-Peter Linshalm bei mir bestellt haben und schon Mitte Jänner aufnehmen wollen. (Die beiden haben diese Woche im Konzerthaus übrigens ein fabelhaftes Konzert gespielt, und Beat Furrer hat ihnen ein berückendes Werk dafür geschrieben.)

Das war doch diesmal ganz kurz; obwohl, wenn Sie allen gelegten Schlingen nachgehen, ist es doch ein rechtes Pensum. Ich danke schon jetzt für Ihre Ausdauer, darf zumindest darauf hoffen, will ich hoffen, rede ich mir ein.

So komme ich wie versprochen zum Schluss auf den Anfang zurück, es ist ja alles eine Schleife irgendwie, und nicht umsonst spricht man vom Jahreskreis. Also:

Wiederschaun, Frohe Weihnachten und 1 Gutes Neues Jahr, Alles Gute etc. u. dergl.

Herzlichst,

Bertl Mütter



Powered by WordPress /* kostenloser Counter

*/