Geammtes Gespräch Sonntag, 13. 9. 2020, 0:00

Amm am Ende des amm mühsamen amm Interviews mit der amm Impf-amm-expertin ammt auch die fragende amm Journalistin. Amm dabei hätte die amm Immunologin inhaltlich amm Relevantes zu amm sagen. Amm, gehabt. Schad drum. Weil wenn du als Zuhörender einmal das Ammen bemerkt hast, fokussierst du unweigerlich darauf, hörst bald fast ausschließlich ein einziges, durch unwesentliche Satzfetzen unterbrochenes Ammen, nichts anderes mehr. Worum es – vorgeblich? tatsächlich? – geht, entschwindet dem Wahrnehmungshorizont: Sie redet, als ob sie sich permanent dagegen wappnen müsste, nicht vom Wort zu kommen, wie wir das aus fernsehübertragenen Streitgesprächsrunden kennen. 

Wie aber kommt es soweit, dass jemand eine derart das Zuhören verstörende Sprechweise verinnerlicht?

Wer was zu sagen hat, soll reden dürfen. Können, das bitte amm schon auch. 



Ach, Jugend! Samstag, 8. 8. 2020, 0:00

Hinweis auf Impflücken bei Jugendlichen
orfon

Pflückt ein Mädel Ribisel
Zwickt man sie ins Knie bissl
Karl Farkas

Man soll sowas nicht auf die leichte Schulter nehmen. Deshalb also: Bitte, junge Leutln, passt’s ma schön auf! 



noli te tangere Mittwoch, 5. 8. 2020, 0:00

Studie: Weniger Gesichtsberührungen durch Masken
orfon

Es dürfte nun vermehrt zu Maskenberührungen kommen.

Nichts von alldem stand je zu erwarten.

(Irgendwann ist der Fasching endgültig vorbei und es folgt ein Aschermittwoch, der sich sowas von gewaschen hat.)

[29.7.2020]


Rassel Samstag, 1. 8. 2020, 0:00

Es rasselt. Irgendwo rasselt es. Als würden getrocknete Asseln in einem Metallbehältnis geschüttelt, in einer Trommel oder so. Vielleicht auch metallene Federn, Zerspanungsabfall und Muttern. Es ist ein beständiges Rasseln, Asselrasseln. Mal schwillt es in regelmäßigem Verlauf an, dann wieder ab, hört aber nie ganz auf. Zuerst stört es nicht wirklich, dann aber wird es doch zu dominant, ich kann mich auf nichts anderes mehr konzentrieren, sodass mir nichts anderes übrigbleibt als zu erwachen. 

Ich inspiziere das Zimmer, und tatsächlich, oberhalb des Bettes, am Kopfende, eingelassen in der Wand, aber so weit oben, dass ich auch ausgestreckt nicht daranreiche, ist die Lärmquelle, weil Lärm bedeutet: störender Schall. Das gehört dringend behoben, denke ich, und wie ich es denke, kommen auch schon Männer in Schutzanzügen zum Flur herein. Sie sehen nicht aus wie professionelle Dekontaminierer, Tatortreiniger oder Corona-Abstreicher, sondern sie erinnern mehr an Michelin-Männchen, vielleicht auch an die Leibgarde der im Orbit stationierten Präsidentin des Weltgerichts aus dem Film 1. April 2000, ganz sicher allerdings nicht an die Eingreiftruppen in Terry Gilliams Brazil, was mich dann doch beruhigt. Mit professionellem Verstand spüren sie rasch die Schallquelle auf, öffnen ihre Vertreterkoffer, entnehmen ihnen Stethoskope und verschiedene Schraubwerkzeuge und machen sich – mit einem simplen Dietrich! – an den eingelassenen Rasselschrank heran. Die weiteren Schritte kann ich nicht mehr klar verfolgen, denn ich erwache ein weiteres Mal, diesmal nicht im sondern aus meinem Traum.

Sie haben alles perfekt verputzt ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen. Kein Stäubchen auf oder unter dem Bett, wo ich auch schaue. Als wäre nie diese Rasselbox in der Wand gewesen.

Nächstens ein bisschen abnehmen könnte nicht schaden.



Hose auf! Mittwoch, 29. 7. 2020, 0:00

Potenzpillen
Lieferung an die Tür 
verlockendes Angebot (erhalten per eMail)

Das Internet bietet einem immer wieder beglückend bequeme Bestelloptionen. Für das Tempo der Zustellung jedoch gilt: Entscheidend ist immer erst die letzte Meile, im gegenständlichen Fall: die letzten Zentimeter.

Darauf aber kommt es überhaupt gar nicht an.



curlab Donnerstag, 23. 7. 2020, 0:00

Ingenieur baut während Lockdown Roboter, der ihm die Haare schneidet
derstandard.at

Tress, buckle, coil, twirl und eben curl sagt man in England zur Locke. Als Freizeit-Etymologen übersetzen wir demgemäß den Lockdown auch zur Hälfte zurück in ein gebrauchsfertiges Deutsch. 

Wem’s gefällt: Es sieht verdammt nach Stufenschnitt aus. 

(Das andere, Curling, ein schlingernd lockendes Spiel, hat dann wieder im Winter Saison. Und ganzjährig in der Halle.)



zunehmend zunehmend Mittwoch, 15. 7. 2020, 0:00

Kinder wurden in Coronavirus-Zeit dicker
orfon

Ein weiterer Hinweis, dass das Virus schon weit länger unter uns sein muss als bisher angenommen. Unsicher indes ist, wann nun wieder abgenommen wird, denn die Zeit ist noch nicht gekommen, dass diese Zeit vergangen ist. 

Vielleicht gäb’s da ja auch einmal sowas wie ein Virus. Es genügte schon ein ganz ein kleines, wir wollen uns bescheiden. 

Manchen von uns – nicht nur Kindern – steht ein dickes Ende vor, über kurz oder lang. 

Soviel ist sicher. 

[9.7.2020]


Hatschi Donnerstag, 2. 7. 2020, 0:00

Kann vorkommen, man muss niesen. Wär aber schad, das stylische Mundnasenfetzerl mit ungustiösem Auswurf zu verunreinigen: Wir husten in die Luft.

So verteilt sich alles gerecht, im Zug, im Bus, in der U-Bahn.

[30.6.2020]


Anliegen Mittwoch, 1. 7. 2020, 0:00

Zurückdenkend dereinst wird sich wohl herausgestellt haben, dass für die allermeisten Menschen das obligatorische Anlegen eines Mund-Nasen-Schutzes als überzogene Maßnahme zu bezeichnen ist; ein gewöhnlicher Maulkorb (für Möpse passende Modellreihen dürften über die bestgeeigneten Konfektionsmaße verfügen) hätte es durchaus auch getan. Eine Lockerung der Verpflichtung zum permanenten Tragen dieses erwiesenermaßen wirkungsvolleren Schutzes wäre aber kaum je wieder zuzugestehen gewesen. Und gegen das Kratzen mit den Klauen hilft er halt auch nicht.

… Leinen (paarweise)?



twice Sonntag, 28. 6. 2020, 0:00

Männer sterben häufiger an Covid-19 als Frauen
orfon

Gemäß einem Agentenfilm ist die Anzahl der persönlichen Leben auf lediglich zwei limitiert, jedenfalls für männliche Geheimdienstagenten, und das sind wir doch alle, in eigener Sache. Für’s Sterben jedoch gilt: Jeder bitte nur ein Kreuz. Und die Damen dürfen zusehen.

Katzen wiederum müssen sieben Tode haben.



Tschopperln Mittwoch, 24. 6. 2020, 0:00

Ich habe viel Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben, den Rest habe ich einfach verprasst.
George Best (1946-2005), Fußballkünstler

Ausgezahlt werden 1000 Euro im Monat, wobei die Zahlung in Raten erfolgen soll. 
Künstlerische Unterstützungsankündigung

Wenn man einem Kunstschaffenden zuviel auf einmal in die Hand gibt, stellt er damit nichts an alswie einen Blödsinn, ganz sicher kommt nichts Vernünftiges heraus.

Nun raten wir, aus welchem Gebinde in was für einer Frequenz das Förderfüllhorn über 15.000 Menschen ausgeschüttet werden soll:
• Gießkanne (Modell Friedhof), d.h. wöchenlich: 250,00 €/Woche
• Gießkanne (mit Rosette), d.h. täglich: 33,33 €/d
• Pipette, d.h. stündlich: 1,38889 €/h
• Zerstäuber, d.h. sekundengenau: 0,000386 €/s
Man wird, so hat es sich bewährt, den Verwaltungsaufwand hoch zu halten wissen. So sichert Kunst zuverlässig Arbeitsplätze. 

Kunst ist unvernünftig. Muss es sein. 



Disclaimer, dreifaltig Dienstag, 16. 6. 2020, 0:00

Anbei schicke ich Ihnen unser Coronainformationsschreiben. Mit der Bitte um Unterfertigung und Rücksendung im Namen ihres Vaters!
Anschreiben

Damit das Tageszentrum für Demenzkranke wieder seinen Betrieb aufnehmen kann, brauchen sie die rückversichernde Erklärung, dass sich die Besucher an alle vorgegebenen Verhaltensweisen halten werden. Dafür garantiere ich und unterschreibe Im Namen des Vaters. Und auch in meinem, des Sohnes. Und bin begeistert, dass er endlich wieder hindarf.

Was dort geschieht, ist so vielfältig hilfreich.



Die Moral Mittwoch, 3. 6. 2020, 0:00

Was werden wir gelernt haben? – Infiziert, nicht infesziert; Karantäne, nicht Gwarantäne. Sowie: Die Bezeichnung Corona (Koron) für eine Fermate war so antiquiert nicht; eine Koron kann das Verweilen auf dem sie überkrönenden Ton, Akkord und insbesondere Tacet als Verweile-doch-du-bist-so-schön-Moment des Innehaltens weit über die Dauer eines sich einem tiefen Atemzug verdankenden Langaushaltens übersteigen. Insbesondere im gegebenen dritten Fall kann das bedeuten: Wochen, Monate, Saisonen. Merke dabei: Die Dauer des Anhaltens (der Anhaltung) obliegt den jeweiligen Interpreten, falls vorhanden, Dirigierenden. 

Jetzt aber wirklich weiter beim Doppelstrich. (Nächstens darüber mehr.)

[22.5.2020] 



saisonal Dienstag, 2. 6. 2020, 0:00

Bügelbretter werden vor allem im Herbst gekauft, weshalb man gegenwärtig noch keine Aussagen machen könne, inwieweit sich die Coronakrise auf den Umsatz des Unternehmens auswirke. 
Saldo – das Ö1 Wirtschaftsmagazin

Hals-Nasen-Ohrenschützer, Bügelbrett, Bikinizone, Waschmaschinenbauch, Coronabund: Ein jegliches hat seine Zeit. 

[22.5.2020]


Mondsee Sonntag, 31. 5. 2020, 0:00

Neusiedler See trocknet zunehmend aus
derstandard.at

Mag sich mancher (in aller Regel reichlich passiv) eine abnehmende Zunahme wünschen, so haben wir es hier mit einer zunehmenden Abnahme zu tun. Galoppiert eine solche, braucht es zuallererst zunehmende Zufuhr, dann, nach und nach, zunehmend abnehmende Zufuhr, keinesfalls aber zunehmende Abfuhr, was kurioserweise im dietätischen Fall nicht Ab- oder Aus-, sondern Einlauf genannt wird, worüber es allerlei Witze gibt, die, je näher desto zunehmend bei Tische weniger geeignet sind, selbst wenn nur vier Erwachsene und ihre minderjährigen Kinder dort Platz genommen haben.

[22.5.2020]


nah dran Samstag, 30. 5. 2020, 0:00

Damit alle, die – maskiert – hineindürfen (also weit nicht alle), weiter herumfliegen können, müsse, zu aller Sicherheit, der Service im Flugzeug auf ein Minimum reduziert werden.

Dass es in diesen Dingen immer noch Einsparungspotenzial gibt! Bedenkt man, dass der Mittelsitz leerbleiben soll oder überhaupt vorne und hinter dir eine Reihe herausgenommen wird, müssen sie sich schwer überlegen, wie man es den verbleibenden Reisenden doch noch angemessen unbequem machen kann. Man könnte etwa tiefen- und höhenverstellbare Alulatten vor jedem Sitzplatz anbringen, die einen Zentimeter weniger Platz lassen, als das zuvor biometrisch vermessene Knie des jeweiligen Passagiers beanspruchen würde.

Wir waren, zuletzt, schon nah dran: Es gibt immer Luft nach unten.

[21.5.2020]


ungewohnt Mittwoch, 27. 5. 2020, 0:00

Möbelbranche verzeichnet Rekordumsätze
orfon

Gegenwärtig wird gewohnt auf Teufel komm raus: So gewohnt haben wir noch nie, seit Menschengedenken nicht, und selbst der Teufel bleibt daheim. Bei uns, soll heißen: in jedem Haushalt. Gewohnt.

In Wien gibt es für jeden Haushalt einen Gutschein für die Gastronomie.

Jetzt, wie?

[15.5.2020]


bissig Sonntag, 24. 5. 2020, 0:00

Mundschutz 8€
Reinerlös für Tierschutz

Werbetafel, Einzelhandel

Schutz vor? Schutz für?

Sicher erscheint: Wir, die Mundschutzerwerbenden, schützen – und erlösen! – uns vor allen wilden Tieren, sie seien so groß und riesenhaft, wie sie nun einmal sind: Bestien, minusquamanimalische. 

Nachfragen: Wie ist das mit dem Mundschutz beim Zahnarzt? Tierzahnärzte, womit schützen die sich? Wovor?

[7.5.2020]


Dekantäne Samstag, 23. 5. 2020, 0:00

Das Buch ist sehr gut!
Der versand war sehr dauer
Rosio Pfeiffer-Tafur, Rezension zu Decameron (Versandhandel)

Tja, die Geister, die er rief. Nämlich, wir wissen bzw. werden dieser Tage bei jeder der sich so zahlreich aufdrängenden bildungsheischerischen Gelegenheiten sinnenreich belehrt, dass, seinerzeit, 1348, als die Pest in Florenz wütete, zehn junge Edelleute (7f, 3m) außerhalb der Stadt, in faucibus etruriæ (in den Schluchten Etruriens, remember Cicero), konkret: in Fiesole (sprich: Fiësole – hat nichts mit Strankalan zu tun), einander zehn Tage lang täglich zehn Geschichten erzählt haben, Novellen, auf dass die Zeit in Neuer Normalität vergehe. Sowas dauert, und nicht erst dieser Tage auch im Versand, sind ja Bücher und Geschichten angeblich nicht von vitaler Wichtigkeit.

Im Ernst und ohne unangebrachte Humorigkeit: Wer’s nicht derwarten kann, geht ab jetzt nur mehr in die Buchhandlung des persönlichen Vertrauens, und Vertrauen verdient, wer, bei Gewinnen, Steuern zahlt, dann gewinnen wir alle.

[7.5.2020]


Er will nur spielen Donnerstag, 21. 5. 2020, 0:00

Schlangen vor Indiens Alkoholgeschäften
orfon

Schlangenlinien hinter Indiens Alkoholgeschäften
mutmaßlich unterbliebene Meldung, orfon

Notwendige Grundbedürfnisse gibt es eben weltweit – und gattungübergreifend: Unwillkürlich müssen wir uns den berühmten Yogi mit weiß gewickeltem Turban vorstellen, aus seinem Bastkörbchen sich emporschlängelnd die Kobra. Keine Angst, er hat sie zuverlässig im Griff: Sie reagiert auf jeden Triller.

[4.5.2020]


outdoor Mittwoch, 20. 5. 2020, 0:00

Jetzt dürfen auch die Museen wieder aufmachen. Aber vorerst können noch keine Interieurs gezeigt werden, nur die Landschaftsbilder. Ausnahmsweise auch Veduten, immer aber mit bzw. aus sicherem Abstand. 

[1.5.2020]


vertigo Dienstag, 19. 5. 2020, 0:00

Die Zahl der Todesfälle in NY geht zurück
derstandard.at

Durchatmen. Das wäre dann doch ein starkes Stück! 

Indes, wir müssen davon ausgehen, dass niemand aus dem Reich der Toten zurückkehrt, was entweder, kämen sie strahlenumkränzt-verklärt daher, (zunächst) Große Freude auslösen würde oder aber (im zombistischen Fall) das Pure Entsetzen.

So aber fördert bereits kürzeste Recherche (check, re-check, double-check) zutage, dass es sich beim vermeintlichen newyorker Coronawunder um eine verringerte Zuwachsrate bei den Neuverstorbenen handelt.

Was mit ihnen in der Folge passieren wird, darüber gibt es weltweit geteilte Meinungen.

[29.4.2020]


leggero Montag, 18. 5. 2020, 0:00

Italien lockert Lockdown
kurier.at

In Österreich geht’s, warte nur, balde, zum Friseur, dominiert derweil die Lockdown-Locke locker das haupthaarige Trachten, dem Vater fliegen die Federn um die Ohren und über den Kragenrand hinaus, halswärts hinab. 

Wir dürfen nun den oberen Knopf aufmachen. Und, das hatten wir bereits, den Gürtel noch weiter schnallen. 

Lockerungen allenthalben. 

[28.4.2020]


tavola calda Sonntag, 17. 5. 2020, 0:00

Coronavirus: Italiener entwickeln Fiebermesser für Lokale
kurier.at

Bratenthermometer lassen sich zu so allerhand Sinnvollem umfunktionieren.

Vor jeder Cooling-Down-Phase gilt: Nichts wird so heiß gekocht, wie es gegessen wird.

Zerschneiden, dieses Fieber, in seine kleinsten Bestandteile, jawohl. Atomisieren.

[24.4.2020]


aufzu Samstag, 16. 5. 2020, 0:00

Offene Fragen zu geschlossenen Berghütten
orfon

Gibt es eigentlich sowas wie geschlossene Fragen?

(Offene Berghütten ja gegenwärtig eher nicht.)

[23.4.2020]


Eigennutz Freitag, 15. 5. 2020, 0:00

Teufel freut sich über Öffnung der Kirchen
Presseaussendung, Freiheitlicher Klub im NÖ Landtag

Der Teufel ist ein Ingenieur. Es überrascht wenig, dass ER auch (möglicherweise vor allem) hier seine Finger im Spiel hat: Man braucht sich nun einmal gegenseitig, bedingt einander, und was wäre das auch, der Nikolaus ohne Krampus (…)?

Mit der Öffnung der Kirchen für Gottesdienste wird nun ein wesentlicher Schritt zur Erlangung der Neuen Normalität gesetzt. Halt ohne Weihwasser, was einen gewissen, möglicherweise nicht unentscheidenden Wettbewerbsvorteil für die andere Partei darstellen dürfte.

[24.4.2020]


Maskenzwang Donnerstag, 14. 5. 2020, 0:00

Maskierter Bankenbesuch ist schwierig
orfon

Wir leben in einer Zeit, in der sich alles umzudrehen scheint. Galt es bislang als allgemein anerkannt, dass es sich nicht empfiehlt, einen Banküberfall unmaskiert durchzuführen, so finden sich etliche präsumtive Bankbesucher nun in der gewissermaßen reziproken Situation, ein Dilemma.

Was also tun, um zu seinem Geld zu kommen?

(Zur Sicherheit erschießen, wäre die wohlbewährte Methode in den USA, unter den gegenwärtigen Umständen eine Serviceleistung am Kunden, und bis heute hat noch keiner sich beschwert.)

[20.4.2020]


’zefix encore une foi! Mittwoch, 13. 5. 2020, 0:00

Bewaffnete Polizisten stürmen Gottesdienst in Paris
orfon

Es muss sich wohl um sowas wie aufgestaute Betwut handeln. Natürlich haben da Exekutivkräfte, bewaffnete zumal, gewisse Vorteile, als erste bis zum Altarraum zu gelangen. Ob sie jeder schön ihre Kniebeuge gemacht haben, wird nicht berichtet.

Wir wollen’s hoffen.

[23.4.2020]


Hochsaison Dienstag, 12. 5. 2020, 0:00

Särge äußerst gefragt: Salzburger Fabrik expandiert
orfon

I’m gonna make him an offer he can’t refuse
The Godfather

Also doch auch ein saisonales Geschäft: Eine ehrenwerte Branche lebt auf.

[19.4.2020]


Ratstadion Samstag, 9. 5. 2020, 0:00

Klagenfurter Gemeinderat tagt in Fußballstadion
orfon

Gehen wir, im Geiste, tagende Körperschaften anderer Städte und Länder durch, fragen wir uns, wie wohl eine adäquate Übertragung dieser weisen Klagenfurter Regelung geordneter Distanzerzeugung für willkürlich und spontan ausgewählte Orte und Länder aussehen könnte. Wir brauchen, generell, Wahrzeichen – obwohl sie sehr oft alles andere denn wahr zu nennen sind – man nehme etwa gleich die wunderliche Waidmannsdorfer Wellblechgarage. Es gilt: Wir brauchen Luft nach oben, damit der Sicherheitsabstand zwischen Schädel- und Raumdecke nicht unterschritten werde.

Der Gemeinderat von Syrakus kann im gemeindeeigenen griechischen Theater nur im Stehen tagen, leider darf man sich dort nämlich nicht auf die marmornen Sitzreihen setzen, obwohl sie seit der Antike gehalten haben – du setzt dich hin und wirst sofort von einem (schleifenlosen!) Ordner mit Trillerpfeiferl auf- und weggescheucht; immerhin, in Taormina ist’s leichter, dort besteht Hinsitzerlaubnis (Hinsetzerlaubnis?). Selbiges gilt für Lyon, sogar zweikämmrig. Carnuntum, Epidauros, Pompei, Segesta (etc.) wären auch bestens geeignet; es fehlen dort mittlerweile undalso gegenwärtig halt nur die zugehörigen Städte.

Innsbruck pilgere, wie dereinst, zum Bergisel.

Und Wien? Wien ist anders – oder war es zumindest bis zur Umstellung seiner Werbelinie vor einigen Jahren. Vorerst könnte man das Riesenrad zweckmäßig adaptieren (multipler Einkammergemeinderat), dieweil wir warten, bis das Parlament wieder zurück in seinem runderneuerten Gebäude ist und seine temporären parlamentarischen Schuhschachteln wieder abgebaut sind, dann ist wieder Platz am Heldenplatz!

So könnte es gehen.

[17.4.2020]


Wertstellung Freitag, 8. 5. 2020, 0:00

Klopapier – Germ – Blumenerde
zeitgemäße Begehrensabfolge

In der Volksschule und auch noch in der Unterstufe waren Aufsatzthemen mit konsekutiven Begriffen sehr beliebt. Da konnten selbst mit wenig Phantasie Begabte so einigermaßen plausible Geschichten erfinden: Geburtstag – Ball – Laterne …

Gemessen an der (immer individuell) seither vergangenen Zeit lässt sich einigermaßen widerspruchsfrei behaupten, dass bis vor sehr kurzem zur Abfolge Klopapier – Germ – Blumenerde wohl kaum jemandem eine konsistente Erzählung eingefallen wäre.

Was wir uns nicht alles nicht vorgestellt hätten.

Allerhand.

[16.4.2020]


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