Heraus! Heraus! 12.4.2021, 0:00

Der Mai ist kommen
der Winter ist aus!
Wilhelm Müller

Der hoffentlich irgendwann einmal hinter uns gelassene Winter 2020/21 verhält sich wie diese vermaledeite Coronaseuche: Auch er sollte schon dringend aus sein, da, in der Nachspielzeit, kommt er mit heimtückischen Mutationen und Varianten daher, bis weit in Richtung Mai, wie’s ausschaut.



Erkenntnis zum 1. April 11.4.2021, 0:00

Es gibt kein Bier auf Hawaii
scherzhaftes Schunkellied, Paul Kuhn (1963)

Michelle, ma belle
These are words that go together well
ernsthaftes Liebeslied, Paul McCartney (1965)

Ananas harmonisieren mit Joghurt nicht ideal. Eiweißunerträglichkeit (sic!), vermutlich.

Pizza, das wär’ was!

Warten. Joghurt kühlt. Immerhin.



hundig gekommen 10.4.2021, 0:00

Lange Wartelisten bei steirischen Hundeschulen
orfon

Es wollen sich scheints immer mehr umorientieren, »vom Mundschutz zum Maulkorb« lautet die Devise. 

Wenn es ums Anstellen geht, verfügen Hundeschulen mit Baumschulen auf der gegenüberliegenden Straßenseite über einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Dort gibt es lange Warteschlangen.

Tycho de Brahe soll an Harnverhaltung gestorben sein, wissen wir vom Schüler Gerber, möglicherweise infolge der Hofetikette, was, wissenschaftlich betrachtet, so nicht möglich sein kann.



ergebnislos 6.4.2021, 0:00

Studie über Paare in der Pandemie 
orfon 

Künstliche Mischworte gibt es, deren Wortteile stammen aus unterschiedlichen Sprachen. Das Automobil etwa ist vorne griechisch, das Heck wurde im alten Rom drangehängt. Im Retourgang müsste es wohl Ipsekinete heißen, aber wer stiege dir heutzutage freiwillig in sowas ein? Man muss dazusagen, dass derartige Wortbildungen oftmals nicht ganz akkurat erfolgen. Sie werden ja in aller Regel nicht von Philologen, sondern eher von Ingenieuren geprägt und wenn es ganz blöd hergeht auch von verhaltensoriginellen Werbefuzzis mit lustigen Brillen. Kommt dann noch schlampige Aussprache hinzu, so können sich Worte gewissermaßen auswaschen, Pandemie wird als Paardemie verstanden, und wer ein bisschen nur Französisch spricht, hört hinten halbdemi

Paare in Pandemie sind also Singles. 

Wir sind aber noch nicht am Ende. 

(Ende (dieser Studie).)



supernormal abgefüllt 5.4.2021, 0:00

Faßmann: Ab 11. April normaler Schulbetrieb mit Einschränkungen
kurier.at

Ein ehrliches Wort: Mit Einschränkungen ist das neue Normal.

Wird Bildung hierzulande in Austro-Barrels gemessen und zugeteilt?

Normalerweise ist für alle was da.



Mutation 4.4.2021, 0:00

Am gleichen Tag, da von einem – gottlob ertappten und somit verhinderten – Schildkrötenschmuggler berichtet wird, müssen wir erfahren, dass in einem deutschen Tierpark ein – flugunfähiges! – Flamingoweibchen gestohlen wurde, von Unbekannten!

Bitte wann hört all das endlich auf!?



Nachtrag zum Datenschutz 3.4.2021, 0:00

Ob der – gottlob ertappte! – Schildkrötenschmuggler etwa mit Namen ›Hase‹ hieß, wurde nicht bekanntgegeben, kann jedoch nicht endgültig ausgeschlossen werden: Datenschutz ist auch Artenschutz.

Aber: Sie haben ihn!



Nachtrag zum Artenschutz 2.4.2021, 0:00

Auf den dringenden Rat meiner Rechtsanwälte und infolge etlicher erboster Hasspostings nach Veröffentlichung eines, wie ich finde, harmlosen Textes über Fernreisen sehe ich mich zu folgender Außerzweifelstellung gezwungen:

»Ich distanziere mich von jedweder – von mir so ohnehin niemals geäußerten – Gutheißung dem Artenschutz zuwiderlaufender widerrechtlicher Tiertransporte, mit welchem Transportmittel und in welchem Transportbehältnis immer. Wenn Personen, mit deren sonstigen politischen Ansichten ich diametral nicht einverstanden bin, einer ebensolchen Ansicht sind, so kann man mir das jedoch keinesfalls anlasten. Solange die österreichische Regierung mir nichts tauglicheres gegen die Verletzung des Artenschutzes anbietet, werde ich weiterhin auf Demonstrationen gehen, die das einfordern, selbst wenn solche Personen auch daran, schildkrötenfahnenschwenkend, teilnehmen!«



Postäsopische Fabel, mit Moral 1.4.2021, 0:00

185 Schildkröten in Koffer auf Galapagos-Flughafen
orfon

Von den Galapagosinseln ist es überallhin zuerst einmal weit. Sieht man von den nur wenigen zu Gebote stehenden Raketen ab, so ist das Reisen mit dem Flugzeug die rascheste Art, um weite Distanzen zu überwinden. Zu diesem Zweck sind von den Reisenden gewisse, aufs erste als umständlich wahrgenommene, nichtsdestotrotz logistisch sinnvolle, ja notwendige Prozesse in Kauf zu nehmen. Zentrales Relais dafür ist das Einchecken, bei dem man sich, nach etlichen zuvor daheim oder sonstwo vorgenommenen Buchungsschritten, nun auch vor Ort legitimiert und als zum Reiseantritt bereit meldet. Bei dieser Gelegenheit darf man sämtliches Gepäck, das zu groß ist, um es in die Kabine mitzunehmen, dem System anvertrauen. Man erhält es am Zielflughafen in aller Regel unbeschädigt zurück. So langsam diese Prozeduren auch ablaufen mögen, sie folgen einer genau bemessenen logistischen Kalkulation, die es einem ermöglichen, nach dem Absolvieren von Pass- und Sicherheitskontrolle und dem mehr oder minder planvollen Abäsen aller vorgesehenen Zerstreuungen im Transitbereich doch noch rechtzeitig beim richtigen Flugzeug anzukommen und sich unter gelassener Rücksichtnahme auf die p.t. Mitreisenden ohne zu mogeln in der dem jeweiligen Sitzplatz zugewiesenen Boardingkategorie einzureihen, gemächlich die Passagierkabine zu betreten, das Handgepäck in der überkopf befindlichen Gepäckablage unterzubringen, sich niederzusetzen und den Sicherheitsgurt anzulegen; schwerere Stücke können auch unter dem Vordersitz verstaut werden, es sei denn, man hat, gegen Aufpreis, einen Platz bei den Notausgängen gebucht, da muss, was jeder einsieht, alles freibleiben. Auch bis das Flugzeug dann mit großem Gebraus abhebt, scheint alles eher langsam bis zäh vonstatten zu gehen. 

All diese Vorgänge und Abläufe werden, wie dargelegt, gemeinheitlich billigend in Kauf genommen, denn ab dem Moment, da wir in der Luft sind, wird alles buchstäblich überflügelt, tatsächlich ist das Fliegen mitsamt seinen unvermeidlich inkoorporierten Kriechtempoerfahrungen ab einer gewissen Distanz die schnellste Art, um von A nach B zu gelangen: Die quasi Brownschen Molekularbewegungen, welche die Prozesse vor dem Startvorgang und nach der Landung kennzeichnen, werden, je weiter man entlang der sprichwörtlichen Luftlinie fliegt, nach und nach annihiliert. Zuletzt steuern wir die grün markierte selbsttätige Schiebetür an, nichts zu verzollen nothing to declare nada que declarar.

Schildkröten, diese Igel der Antike, gelten als Synonym für pfiffige Langsamkeit. Man stelle sich den – nennen wir ihn – Reiseleiter vor, wie er mit seinen sageundschreibe 185 Schildkröten zum Flughafen kommt, um sämtliche dargelegten Legitimations- und Eincheckprozesse zu absolvieren: Bereits das Betreten des Terminalgebäudes, zumeinst durch eine zäh und unerbittlich mahlende Drehtür, stellt eine schier unüberwindliche Hürde dar – und zudem ein ärgerliches Hindernis für die anderen Flugpassagiere. Wer würde es ihm nun also verübeln, wenn er seine Obsorge über die kriechenden Tierchen an die in aller Regel so zuverlässig funktionierende Logistik auslagerte? Die anderen Reisenden jedenfalls dankten es ihm.

Und da ist es schon wieder, dieses unbedankte Paradoxon: Wir wissen nicht, was uns alles erspart bleibt, wenn sich alle an sinnvolle Unsancen halten, da ja die Mühen und Beschwernisse nunmal nicht eingetreten sind, die ihre Nichtbefolgung verursacht hätten. Dennoch wird – um im Bild zu bleiben – bei allem verständlichen Unmut, keinem Flugpassagier einfallen, bei der Regierung gegen eine vorgeblich unerträgliche Eincheckdiktatur auf die Straße zu gehen. 

(Ob und mit welchem Vakzin die trägen Tiere geimpft waren, ist nicht bekannt.)



Geflügel 29.3.2021, 0:00

Singuläre Wallungen, was könnten wir uns darunter vorstellen? 

Rot-, Grün-, Blauwallungen? Bauch-, Beine-, Po- und Buckelwallungen?

Killerwallungen gelten allgemein für am gefährlichsten, auch sie treten meist paarweise auf, in Flügeln. Und tauchen flossig ab.

Rechtzeitig Luft holen!



Frostende 27.3.2021, 0:00

Jetzt explodieren die Immobilienpreise 
kurier.at

Eine Wirtschaftsbranche durchlebt ihre Erdbebensaison. 

Wie lassen sich Preisbomben entschärfen? Vielleicht findet sich ja ein Fetzerl für mich. Preisfetzerl, dazu die Latifundie, aber bitteschön schon im ganzen. 

Mit Erdbeeren lässt sich, saisonal, gutes Geld verdienen. Wenn es nicht mehr friert, wird angebaut. Wer investiert in meine Erdbeeren? Explodierende Gewinne garantiert!

Jetzt!



Bunte Argumente 24.3.2021, 0:00

Einst hat es Das Grüne Argument im Fernsehen gegeben, in der rote Steyr-Traktoren schwarzbraune Märzäcker pflügten, dazu wenig sonst für Kinder interessantes. »Wir brachten eine Belangsendung der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammer« informierte eine markige Männerstimme hernach, die auch beinah glaubwürdig »Pitralon« sagen hätte können. Etwas schwärzeres war in den Siebzigerjahren schlichtweg undenkbar, und sie haben dann ja noch ein Zeitl gebraucht, bis sie die Roten wegzuretuschieren beginnen konnten. Dem Kurz passiert sowas kein zweites Mal. Er hat noch viel vor. 

Wo ist Das Rote Argument?

(Sobald die Grünen Pässe als allgemein anerkannt gelten können, werden sie für türkis reklamiert.)



Wie sich das gehört 20.3.2021, 0:00

Hauptkehrung. Alles ok. Die freundlichen Wiener Rauchfangkehrer sind natürlich tipptopp maskiert gekommen. Eigentlich gäbe es die Masken ja auch in schwarz, und selbstredend halte ich mich mit einer solchen für sehr elegant gekleidet, obenrum, daheim, wenn die Rauchfangkehrer kommen. Die ihrigen sind weiß, ganz in weiß, wie das Käppi: Corporate identity 2.0.

Untenrum präsentieren wir uns alle schwarz, wie sa si ’kehrt: Fesch samma, und auch die Abgase sind tipptopp.



dicht gepackt 19.3.2021, 0:00

Lockerungen weiter in Schwebe
orfon

Wir verpacken Vakuum 
Viktualienmarkt, München

Keine weiteren Fragen
Tony Petrocelli

Die Neue Leichtigkeit schreitet voran, und ihre Devise laute: Immer schön locker bleiben. Es macht dich schweben.

Durchatmen: folgt. Wir bleiben indes im aerosolen Bereich.



Auf Kur 18.3.2021, 0:00

Durch die Mutationen werden die Patienten im Spital immer jünger
zeitgemäße journalistische Auskunft

Je älter wir sind, umso gefährdeter sind wir, einem uns günstig erscheinenden möglichen Fehlschluss aufzusitzen. Obacht also: Die insinuierten Mutationen machen einen nämlich nur jünger im Sinne des final erreichbaren absoluten Lebensalters. Abgerechnet wird nämlich am Schluss, von anderen. Wer früher stirbt ist länger tot, und keiner geht ins Spital und kommt jünger heraus, so ein Blödsinn aber auch.

Aber vermutlich ist da ohnehin eine einzige Große Verschwörung dahinter. Ganz sicher.



Very Special Interest 17.3.2021, 0:00

unerlaubte Babyparty
zeitgemäßes Zusammenkunftstformat

Was hätten wir uns unter einer erlaubten Babyparty vorzustellen?

Wie hätten wir uns eine derart erlaubten Babyparty vorzustellen?

Wer von der Partygang zerreißt diesmal die Regenbogenfahne, publikumswirksam und jederzeit vorbereitet, unbeabsichtigte Missverständnisse einzuräumen?

Kein Baby sei unerlaubt!



auseinander! 15.3.2021, 0:00

Wir haben gemerkt, dass in der Pandemie unsere Mitarbeiter sehr zusammengewachsen sind
Elisabeth Stadler, Vienna Insurance Group

Etliche sind – zusätzlich! – einigermaßen (bis beträchtlich) auseinandergegangen in diesen Zeiten: Die Vienna Insurance Group hat eine einzigartige (clusterartige) Anhäufung von Rattenkönigen zu gewärtigen. Und nicht nur die, steht zu befürchten.



Hemdenlug 12.3.2021, 0:00

Verschwörungsideologe
zeitgemäßer Beruf

Sie pöbeln, aber behaupten, zivil couragiert zu sein, weil sie seien doch schließlich das VOLK. Anheizend zeternd werfen sie denen, die Entscheidungen zu treffen haben (Entscheidungen sind eo ipso immer unvollkommen befriedigend) am Nachmittag vor, dafür verantwortlich zu sein, dass gegen Abend unweigerlich Finsternis einfällt, so ein Skandal, die müssen weg!

Wie es am nächsten Morgen wieder hell wird, behaupten sie ihrer mittlerweile in seine virtuelle Blase zurückgekrochenen Meute gegenüber, dass sie es denen da OBEN nun aber ordentlich gezeigt hätten, sie zum Einlenken gezwungen zu haben.

Nächstens seid doch gegenüber der Schwerkraft besorgt! Eurem VOLK werdet ihr es schon verdeutschen können. Und es werden euch auch (wieder) Gruppen einfallen, die daran Schuld sind, dieweil ihr euch selber gelbe Sterne anheftet.

Innere Beherztheit jedoch sieht anders aus, fühlt sich, wer’s Spüren zulässt, inwendig wärmer an. Wer sich am Schwenken von Fahnen erwärmt, dem muss es ganz schön kalt sein. 



durchhalten 11.3.2021, 0:00

»der mortadella nihilisten business bond« meint das intelligent mitlernende System, dieweil ich »de mortuis nihil nisi bonum« schreiben will, und kommt es dazu, dass jemand »de mortuis nihil nisi bonum« sagt oder schreibt, es sagen oder schreiben muss, dann ist allerdings schon Feuer am Dach, das der Sargdeckel ist, und Friede seiner Asche! Unentwegt Gutes über einen Verblichenen, das glaubt doch keiner. 

Indes, jemanden posthum zu Tode zu loben ist eine reizvoll spitzzüngige Kunst. 

Der Leichenschmaus (insbesondere der inoffizielle Teil, wer durchhält) geht ordentlich ab in diese Zeiten. Geduld!, denn selbst das Concordiaschlössl wird wieder aufsperren: Für polarisierende Persönlichkeiten empfiehlt sich dringend zu warten. (Gilt auch für Selbstmörder, und manche wollen ja, warum wohl, in Wien begraben werden.)



Fauna domestica 9.3.2021, 0:00

Heimtierbedarfskette Fressnapf mit Rekordwachstum
orfon

Mein Heimtierbedarf ist ja mit den gängigen Pflichttieren (Weberknechte und sonstige Spinnentiere, Milben, Asseln, sommerliche und spätsommerliche Insekten, drosophilae et. al.) bereits mehr als befriedigt. Fressnäpfe halte ich dafür für hochgradig verzichtbar.

Merke: Viren gehören nicht zu den Tieren.



offen eingestanden 6.3.2021, 0:00

Grenzschließungen nicht auszuschließen
orfon

einer raus
einer rein
vierter sein

Ernst Jandl, fünfter sein

Keiner raus, keiner rein: Grenzschließungen müssen, das wissen wir nun leider, leider eingeschlossen werden.



karg 4.3.2021, 0:00

… ein bisschen Musik, ein bisschen Kultur und so weiter …
Markus Wallner, Landeshauptmann

dgll…
Brabbellaut (durch Verdichtung errungen)

Der Mann im sicheren Westen weiß erstaunlich genau, was unsereins den ganzen lieben langen Tag (dgll. Wochen, dgll. Monate) so vor sich hin macht. Danke, Markus.

Von Thomas ist ähnliches zu erahnen, und auch Michael kennt sich sicherlich aus.

Danke.



karottengefährlich 3.3.2021, 0:00

… Kultur eher nicht
Einschätzung zur Lage, nasvorangetragen

Österreich, Kulturnation seit eh und je: Wir bleiben kulturverliebt, und wer verliebt ist, dem ist, weil meschugge, nicht über den Weg zu trauen.

Kulturverheiratet, das wäre dann wohl sicherer: wunschlos glücklich.

(Moment, das sind wir doch!)



ex oriente lux 2.3.2021, 0:00

Die Lage ist stabil aber fragil 
Eidgenössische Einschätzung 

Weniges vermag so sehr zu beruhigen, wie graubündig felsenfestgefügter Schweizer Pragmatismus. Die Formulierung komplettiert, bewährt bewehrt, die legendäre deutsch-österreichische Dichotomie von der Einschätzung der Lage als »ernst, aber nicht hoffnungslos« (dt.) vs. »hoffnungslos, aber nicht ernst« (öst.) zu einer zentraleuropäischen Trias.

Und: Haben wir nicht recht gehabt? (Sagt ein jeder.)

Permanentes Zittern kann ja allerhand abschütteln.



Nachsorge 26.2.2021, 0:00

Wieder erwische ich mich dabei, die Wikipediaseite des Freundes aufzurufen, in der absurden Hoffnung, das unlängst hinzugefügte Sterbedatum sei verschwunden und die Beschreibung seiner Tätigkeiten im Präsens verfasst, Pianist, Dozent, …

Keine einer leichten Grippe vergleichbare Lappalie habe ihn hinweggerafft, und ich werde noch mehrmals hinklikken, vielleicht hilft’s.



billig 25.2.2021, 0:00

Auch von Schwerkraftablehnern nicht außer Streit stellbar dürfte sein: (1) Lebende können gesunden. (2) Tote brauchen keine Heilung. Obwohl, es lassen sich da sicherlich auch renommierte Schweizer Wissenschafter herbeizitieren, die eine alternative Meinung einbringen, an die man sich effektvoll ketten kann.

Die pandemischen Hobbyethiker, die sich so meinungsgewiss präsentieren, Leben gegeneinander abwägen, Nazis bei ihren Spaziergängen begleiten, und vielleicht bekommt ja die eine oder andere Kampfmutter dereinst dafür auch das entsprechende -kreuz, sie vergessen keine. 

Was billiger und vor allem bequemer ist, echot aus den morastigen Untiefen des Internets allzu rülpsend herauf.

Lebende indes können nicht nur gesunden, sie können auch geschützt werden.

(Dies zum heutigen Festtag, da die Eltern ihre erste Teilimpfung erhalten.)



Superspreader /pt. 2 24.2.2021, 0:00

Blut ist ein ganz besondrer Saft
Johann Wolfgang Goethe, Der Tragödie Erster Teil

Auf nach Oklahoma!
Franz Kafka, Der Verschollene 

Im schönen Ischgl hat man die Körpersäfte der einwohnenden Menschen abermals untersucht. Alles ist wie immer bärig. Die Ischgler Antikörper gehören ja zu den allerbesten.

Auf nach Ischgl!



Haare fasten 22.2.2021, 0:00

Trotz Lockdown bleibt der Fastenboom ungebrochen
kurier.at

Der Mensch erkennt Zusammenhänge und Muster, wo keine sind. Das hat den Menschen eben zum Menschen gemacht – und letztlich zum homo religiosus.

Es wird Zeit, dass wir uns, mit Gottes Hilfe, zu einer neuen Stufe der Evolution aufschwingen.



überfällig 16.2.2021, 0:00

Hohe Wand zieht Notbremse
orfon

Ungekannt aber präexistent ist nun also der Begriff Wandbremse emergiert. War überfällig.

Kann sein, Wandbremsen schützen vor Erdgeschossen. (Forscherin fragen.)



Mampfkachel 12.2.2021, 0:00

Sachertorte beliebteste Mehlspeise auf Instagram
(…) 
Auf den Plätzen zwei und drei landeten Apfelstrudel und Kaiserschmarrn
(…) 
Gemeinsam verzeichnen die Top-3 ebenso viele Postings wie alle 112 dahinter liegenden Süßspeisen zusammen
orfon

So ist unsere Zeit. Wir genießen in digitaler Vermittlung. Es gibt sogar Kunstschaffende, die konzertieren für dislozierte Bildschirme. Im besten Fall ist das gezoomte Publikum als auf Kacheln gebranntes Memory versammelt. Was für ein Wir-Gefühl!

Ich warte noch auf die gestreamte Leberknödelsuppe. Bald haben sie auch das, und dann bin auch ich soweit.



Pflegefallreiseziel 11.2.2021, 0:00

Umarmungen in norwegischen Pflegeheimen bald wieder erlaubt 
orfon

Es gibt ja Leute, Vereinsmitglieder seit zumindest einem halben Jahr, die fahren zum Sterben in die Schweiz. Nun könnte man (wenn man dürfte) nach Norwegen reisen, um des Kuschelns zu pflegen.

Norwegen sei überall. Und wer in Norwegen war, braucht vermutlich nicht mehr in die Schweiz.



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