Krone Dienstag, 14. 7. 2020, 0:00

Affenberg Landskron offizielle Uni-Außenstelle
orfon

Sosehr sie sich aufdrängen mögen: Man enthalte sich billiger Witze.



neurontisch Sonntag, 12. 7. 2020, 0:00

Hans Peter Doskozil: »Ich mache linke Basispolitik«
derstandard.at

Es gibt Politiker, bei denen erscheint es nicht unangebracht, dass wir sie uns sich oft im Spiegel betrachtend vorstellen. Müssen.



status quo? Freitag, 10. 7. 2020, 0:00

Vettel startet in ungewisse Zukunft
orfon

… and the end is always near/clear
The Doors/Status Quo

Wessen Zukunft, starte er je, sei nicht eine ungewisse? Indes, es geht um’s Beginnen! – Vettel, rappel dich doch auf! Alles andere (der Pulk aller/s anderen) folgt wie von selbst.

Es gibt Kulturen, die deuten für die Vergangenheit nach vorne, weil sie die schon kennen. Die Zukunft ist hinter ihnen.

Soviel ist gewiss.



plusquammethusalesk Donnerstag, 9. 7. 2020, 0:00

Elf Millionen Jahre alte Schildkröte gefunden
orfon

Tausend Jahre sind ein Tag
Udo Jürgens

An sich wäre ja bereits allgemein bekannt gewesen, dass die gepanzerten Echsen, denen – möglicherweise auf ähnliche Weise unbegründet wie bei den bekanntermaßen in Wirklichkeit fiesen Delphinen – unsere Sympathie gilt, ein biblisches Alter erreichen können. Die Heilige Schrift indes, die als Synonym für die nunmehr erwiesene Alterspotenz der nun als – paradox! – neu erscheinen müssenden Schildkrötenart herhalten muss, wurde bislang noch nicht entdeckt. Man soll in der Nähe der – tunlichst geheim zu haltenden! – Fundstelle nachschauen. Wer der auf ihr begründeten Religion beizutreten beabsichtigt, überlege sich die Konsequenzen allerdings recht genau.



Rollin’ (2) Samstag, 4. 7. 2020, 0:00

Rolltreppen zu Christus-Statue in Rio sorgen für Streit
orfon

Ach, diese Rolltreppe!
Hanna Schygulla zugesprochen

Geht es immer weiter?

Es geht immer weiter.



Rollin’ (1) Freitag, 3. 7. 2020, 0:00

E-Bike-Boom hält an
orfon

Das bedeutet: Er geht weiter. Wohin das noch führen wird?

Es geht immer weiter.

Geht es immer weiter?



Anliegen Mittwoch, 1. 7. 2020, 0:00

Zurückdenkend dereinst wird sich wohl herausgestellt haben, dass für die allermeisten Menschen das obligatorische Anlegen eines Mund-Nasen-Schutzes als überzogene Maßnahme zu bezeichnen ist; ein gewöhnlicher Maulkorb (für Möpse passende Modellreihen dürften über die bestgeeigneten Konfektionsmaße verfügen) hätte es durchaus auch getan. Eine Lockerung der Verpflichtung zum permanenten Tragen dieses erwiesenermaßen wirkungsvolleren Schutzes wäre aber kaum je wieder zuzugestehen gewesen. Und gegen das Kratzen mit den Klauen hilft er halt auch nicht.

… Leinen (paarweise)?



besser gemeinsam besser Dienstag, 30. 6. 2020, 0:00

Paare schlafen besser gemeinsam
Behauptung 1 (Schlagzeile), orfon

Paare schlafen gemeinsam besser, weil sie dadurch längere erholsame Traumphasen haben.
Behauptung 2 (Teasertext), orfon

Jetzt sollen wir vom breitstreuenden orfon auf die forderndere Wissenschaftsseite hinüberklikken. Wollen sie. Es genügt aber bereits der Abgleich von Schlagzeile und Kurztext, um dem folgend zu Lesenden eine unsaubere Wissenschaftlichkeit attestieren zu müssen. Sie ergründen jedenfalls zwei Aspekte des Miteinanderschlafens, die wenig bis nichts miteinander zu tun haben. Indes, wir spüren den kalten Hauch der großen Regierungspartei, wie das halt so ist bei staatlichen Leitmedien: Sie setzen den moralischen Impetus (Behauptung 1) zuoberst.
Was es mit den erholsameren Traumphasen auf sich hat, ob sich die beiden etwa genüsslich wegträumen, darüber woll’n wir nicht weiter spekulieren. 

Spekulieren, speculum, Spieglein an der Wand … spiegeln, die narzisstische Art sichselbst zu verdoppeln. 

Grundsätzlich jedoch gilt: Wer allein schläft, kann nicht als Paar bezeichnet werden. (Bei Würschtln nennt man sowas Einspänner.)



wettern Freitag, 26. 6. 2020, 0:00

Hagelforschung zum Mitmachen
orfon

Ja, bitte, ich möchte endlich auch das Hageln erlernen! Hageln! Das echte, jenseits von Beschwerdebriefen und -emails, die es, in Briefform, stets waschkörbeweise zu hageln pflegte. (Die englischen Fotomodelle aus der Kronenzeitung ihrerseits bekamen w.körbeweise Fanpost, ach!) 

Es wird Zeit, endlich das Genre der Wetterkritik als vollwertige Literaturgattung anzuerkennen. Gibt der berühmte Mime auch vor, sich nicht für das unsägliche, inkompetente Kritikergeschreibsel zu interessieren: Das behauptet er nur. Und wir, die Rezensenten, gewinnen einen unnennbaren Einfluss. Diese Chance muss bitte genutzt werden!



Widerliches Luder! Donnerstag, 25. 6. 2020, 0:00

Putzroboter reinigen oft schlampig 
orfon

Es gibt Reis
Helge Schneider

Wie wir gelernt haben, impliziere das Wort Luder ein (versachlichtes) Femininum. Aber Halt! Heißt es nicht Roboter, der? Denn die Ursache unsachgemäßer Reinigungsarbeit, die zu berechtigter Unzufriedenheit und, bei forschendem Pioniergeist, in der Folge zur Optimierung Anlass gebe, muss wohl darin liegen, dass Männer schlicht nicht so gut putzen können: Sie sind von der Natur nicht dafür vorgesehen; kleinere – weibliche – Hände kommen doch wesentlich besser in Ecken, Zwischenräume, Verschneidungen.

Es wird also Zeit, dass endlich morphologisch weibliche Putzroboter entwickelt werden, Roboterinnen, Robotinnen (wie immer es korrekt heiße). Irgendwo muss doch so eine Roboterrippe sein, aus der man das bastle.



Tschopperln Mittwoch, 24. 6. 2020, 0:00

Ich habe viel Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben, den Rest habe ich einfach verprasst.
George Best (1946-2005), Fußballkünstler

Ausgezahlt werden 1000 Euro im Monat, wobei die Zahlung in Raten erfolgen soll. 
Künstlerische Unterstützungsankündigung

Wenn man einem Kunstschaffenden zuviel auf einmal in die Hand gibt, stellt er damit nichts an alswie einen Blödsinn, ganz sicher kommt nichts Vernünftiges heraus.

Nun raten wir, aus welchem Gebinde in was für einer Frequenz das Förderfüllhorn über 15.000 Menschen ausgeschüttet werden soll:
• Gießkanne (Modell Friedhof), d.h. wöchenlich: 250,00 €/Woche
• Gießkanne (mit Rosette), d.h. täglich: 33,33 €/d
• Pipette, d.h. stündlich: 1,38889 €/h
• Zerstäuber, d.h. sekundengenau: 0,000386 €/s
Man wird, so hat es sich bewährt, den Verwaltungsaufwand hoch zu halten wissen. So sichert Kunst zuverlässig Arbeitsplätze. 

Kunst ist unvernünftig. Muss es sein. 



ahead Dienstag, 23. 6. 2020, 0:00

In front of the train is the First Class
Zugdurchsage (InterCity, Innsbruck – Graz), ÖBB

Die Letzten werden die Ersten sein
Je nach Position (vor/nach S.) mehr/weniger beliebtes Bibelwort

Der Schreiber dieser Zeilen, als Fahrgast, saß im Zug ganz hinten. Aber nur bis Selzthal. Bekanntlich stürzt in Selzthal alles: Das Zuunterst wird zum Zuoberst und das Zuoberst zum Zuunterst. Und die Vorersten werden die Hinterletzten. Bahnmäßig ein einziges Weltgericht, und manchmal auch in Bischofshofen. 

Komfort bedeutet letztlich Tröstung, Trost.



Schränk Montag, 22. 6. 2020, 0:00

Ich schränke schon alles ein
Otto Schenk (90)

Aber, bitte, irgendwas Uneingeschränktes soll schon noch bleiben, und es sei noch lange, maßlos lange bis bis zuletzt. 



eingefahren Donnerstag, 18. 6. 2020, 0:00

Wer durch einen Blitzeinschlag stirbt, muss schon ordentlich Pech haben. Die Wahrscheinlichkeit, bei Olympischen Spielen die Goldmedaille zu erringen oder ein Super-Model zu daten, ist ungleich höher.
kurier.at

Eschatologisch gewähnt, hätte der bedauernswerte angewandte Stochastiker (ein konservativer Politiker!) nun alle Chancen, auch noch die anderen beiden Aufgaben zur erstmaligen Erlangung eines veritablen Wahrscheinlichkeitshattrick(s) zu lösen. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir davon erfahren, muss als gering bewertet werden – aber eben dieses Ende der Skala ist ja der Reiz aller passionierten Stochastikadepten.

Bleibt noch die Frage: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Olympiasieger/Supermodel durch Blitzschlag ums Diesseits kommt (im Stehen, beim Wasserlassen, an einem Strommasten)? Welche Disziplin?



Har-Har Freitag, 12. 6. 2020, 0:00

Großrazzia gegen Camorra in Neapel
orfon

Bei dieser Meldung kann es sich nur um eine Ankündigung handeln. Müssen schwer aufpassen, die Camorristi, die nächste Zeit. 

Bald haben sie sie, alle.



X <—> U Mittwoch, 10. 6. 2020, 0:00

Fixtarife für Taxi und Uber in Wien nicht fix
orfon

Nichts ist fix: Fichts an!



Philipp /2 Sonntag, 7. 6. 2020, 0:00

Dieses Projekt hat keinen Nutzen, es hat Sinn.
Philipp Harnoncourt (1931-2020)

Man stelle sich vor: Ein Mensch stellt sich mit über Achtzig eine Aufgabe, die gut ein Jahrzehnt immense Kräfte von ihm fordern wird – und er bringt sie auf! Heute feiern wir die Fertigstellung der renovierten Heiligen-Geist-Kapelle inmitten des Verkehrsstrudels von Bruck an der Mur, »ein Pfeil, der in den Himmel zeigt«, wie Philipp das so typisch plastisch benannt hat.

Dass er nicht mehr dabei sein kann, erinnert daran, wie seinerzeit Moses (also Charlton Heston) nur von einer Anhöhe hinabschauen, aber selber nicht ins Gelobte Land ziehen durfte, darüber eigenartigerweise nicht grob unzufrieden war, sondern befand, dass das schon passe so. Sollen die Jüngeren weitermachen.

Philipp ist nun gut übern Berg, und wir haben die Mühen der Ebene. Im lebendigen Gedenken an seine Person und Persönlichkeit wird es uns vielleicht gelingen, den Sinn zu erkennen. Mit allen Sinnen.



Welttennis Donnerstag, 4. 6. 2020, 0:00

Rendezvous der heimischen Asse
orfon

Das Wesen eines Asses ist, dass es, zu seiner Gestehung, keines Gegenübers, gar Miteinanders bedarf: Es geht, bodenauf, ins Leere. Jedwedes Gegenüber, Partnerschaftliches, nichtet (annihiliert) alle Asse.
Irgendwie ist es eine sehr traurige Vorstellung, all die Asse, jedes trifft und Keiner trifft Keinen.

[25.5.2020]


Die Moral Mittwoch, 3. 6. 2020, 0:00

Was werden wir gelernt haben? – Infiziert, nicht infesziert; Karantäne, nicht Gwarantäne. Sowie: Die Bezeichnung Corona (Koron) für eine Fermate war so antiquiert nicht; eine Koron kann das Verweilen auf dem sie überkrönenden Ton, Akkord und insbesondere Tacet als Verweile-doch-du-bist-so-schön-Moment des Innehaltens weit über die Dauer eines sich einem tiefen Atemzug verdankenden Langaushaltens übersteigen. Insbesondere im gegebenen dritten Fall kann das bedeuten: Wochen, Monate, Saisonen. Merke dabei: Die Dauer des Anhaltens (der Anhaltung) obliegt den jeweiligen Interpreten, falls vorhanden, Dirigierenden. 

Jetzt aber wirklich weiter beim Doppelstrich. (Nächstens darüber mehr.)

[22.5.2020] 



saisonal Dienstag, 2. 6. 2020, 0:00

Bügelbretter werden vor allem im Herbst gekauft, weshalb man gegenwärtig noch keine Aussagen machen könne, inwieweit sich die Coronakrise auf den Umsatz des Unternehmens auswirke. 
Saldo – das Ö1 Wirtschaftsmagazin

Hals-Nasen-Ohrenschützer, Bügelbrett, Bikinizone, Waschmaschinenbauch, Coronabund: Ein jegliches hat seine Zeit. 

[22.5.2020]


Lauteres Klingen Dienstag, 26. 5. 2020, 0:00

Mir schupft es das Blut eimerweise durch den Körper
Andreas Okopenko

Du spielst ein kleines Motiv, variierst es sinnreich, addierst deinem frühlingshaften Florilegium einen wohlklingenden Gedanken. Da passiert dir eine kleine, völlig unbedeutende Unreinheit im Ton, ein leichtes Bröseln, eine Bindung gerät etwas holprig und das Intervall ist nicht so sauber, wie du es gerne gehabt hättest und es jedenfalls sein müsste: Fehler! Um zu kaschieren, wiederholst du ihn, sie!, wörtlich, sinngemäß, in Paraphrasen, so gut es geht. Dadurch erscheint jetzt alles Erklungene wie genau so gewollt: ›Wenn du einen Fehler machst, wiederhole ihn dreimal, dann ist er richtig.‹ Diese Strategie hat als unfreiwillig verinnerlichtes Erbe der einst mehr durchlittenen Schule des Jazz in dein Spiel hineingewirkt, fein marmoriert, manchesmal auch gröber: nicht jeder hat immer das Zeug zum Kobe-Rind, und wer täte einen auch dreimal täglich wohlig und zielführend massieren, zu wessen Vorteil, der vom persönlichen Jenseits her jedenfalls anderen schmeckt?!

Beim Weiterspielen passierst du zusätzliche Unebenheiten, regelrechte Schlaglöcher klaffen auf, üble Patzer passieren. Derart steckst du mitten im dich beim Tun zunehmend abschätziger Kritisieren, gleich von allem Anfang an war es das erschreckend wohlbegründet befürchtete ausufernde Schlamassel! Nichtswürdiger du, nüchtern besehen hast du nie noch im mindesten einen klar artikulierten, korrekt intonierten Ton hervorgebracht! … Die immer verzweifelteren Rechtfertigungsaffirmationen überwuchern, umklammern jedes zarte melodische Rinnsal, wie du es möglicherweise intendieren würdest, kanalisieren es unter die Erde, ein trauriger Wienfluss dem gleichermaßen avitalen Donaukanal zu, Rattenzone im besten Fall. Bereits der erste Schritt brachte dich vom Weg aller Tugend ab. Sich verselbständigender Bestemm ist der Höllenweg zu polterndem Populismus unseligster Art. Es ist ein großes Glück für die Menschheit, dass unsereins fast nie irgendein hochrangiges öffentliches Amt zu bekleiden bekommt! Mea culpa! Mea culpa!

Derart in selbstdestruktiven Zwangsgedanken eingesponnen klingt indes draußen dein Spiel fort, es verhallt, der Meister der Aufnahme zeigt mit beiden Daumen nach oben, und du kannst dir nicht vorstellen, was er damit andeuten könnte. Was ist geschehen?

(Soviel zur gerne propagierten Mär vom achso lauteren, seelenreinen und aller Absichten frischfreien Sein im Spiel; womit ich nichts weniger als die Weltherrschaft anstrebe. Sie werden sich noch wundern!)

[14.5.2020]


vertigo Dienstag, 19. 5. 2020, 0:00

Die Zahl der Todesfälle in NY geht zurück
derstandard.at

Durchatmen. Das wäre dann doch ein starkes Stück! 

Indes, wir müssen davon ausgehen, dass niemand aus dem Reich der Toten zurückkehrt, was entweder, kämen sie strahlenumkränzt-verklärt daher, (zunächst) Große Freude auslösen würde oder aber (im zombistischen Fall) das Pure Entsetzen.

So aber fördert bereits kürzeste Recherche (check, re-check, double-check) zutage, dass es sich beim vermeintlichen newyorker Coronawunder um eine verringerte Zuwachsrate bei den Neuverstorbenen handelt.

Was mit ihnen in der Folge passieren wird, darüber gibt es weltweit geteilte Meinungen.

[29.4.2020]


tavola calda Sonntag, 17. 5. 2020, 0:00

Coronavirus: Italiener entwickeln Fiebermesser für Lokale
kurier.at

Bratenthermometer lassen sich zu so allerhand Sinnvollem umfunktionieren.

Vor jeder Cooling-Down-Phase gilt: Nichts wird so heiß gekocht, wie es gegessen wird.

Zerschneiden, dieses Fieber, in seine kleinsten Bestandteile, jawohl. Atomisieren.

[24.4.2020]


doch gar? Montag, 11. 5. 2020, 0:00

Kochen ist keine Raketenwissenschaft
Radio Österreich 1, help

We have a lift-off
beliebte Durchsage, NASA

Ein Kelomat kann Kartoffeln beschleunigen
Harald Gsaller, zack!

Am End’ aber gar doch? 

[18.4.2020]


Ratstadion Samstag, 9. 5. 2020, 0:00

Klagenfurter Gemeinderat tagt in Fußballstadion
orfon

Gehen wir, im Geiste, tagende Körperschaften anderer Städte und Länder durch, fragen wir uns, wie wohl eine adäquate Übertragung dieser weisen Klagenfurter Regelung geordneter Distanzerzeugung für willkürlich und spontan ausgewählte Orte und Länder aussehen könnte. Wir brauchen, generell, Wahrzeichen – obwohl sie sehr oft alles andere denn wahr zu nennen sind – man nehme etwa gleich die wunderliche Waidmannsdorfer Wellblechgarage. Es gilt: Wir brauchen Luft nach oben, damit der Sicherheitsabstand zwischen Schädel- und Raumdecke nicht unterschritten werde.

Der Gemeinderat von Syrakus kann im gemeindeeigenen griechischen Theater nur im Stehen tagen, leider darf man sich dort nämlich nicht auf die marmornen Sitzreihen setzen, obwohl sie seit der Antike gehalten haben – du setzt dich hin und wirst sofort von einem (schleifenlosen!) Ordner mit Trillerpfeiferl auf- und weggescheucht; immerhin, in Taormina ist’s leichter, dort besteht Hinsitzerlaubnis (Hinsetzerlaubnis?). Selbiges gilt für Lyon, sogar zweikämmrig. Carnuntum, Epidauros, Pompei, Segesta (etc.) wären auch bestens geeignet; es fehlen dort mittlerweile undalso gegenwärtig halt nur die zugehörigen Städte.

Innsbruck pilgere, wie dereinst, zum Bergisel.

Und Wien? Wien ist anders – oder war es zumindest bis zur Umstellung seiner Werbelinie vor einigen Jahren. Vorerst könnte man das Riesenrad zweckmäßig adaptieren (multipler Einkammergemeinderat), dieweil wir warten, bis das Parlament wieder zurück in seinem runderneuerten Gebäude ist und seine temporären parlamentarischen Schuhschachteln wieder abgebaut sind, dann ist wieder Platz am Heldenplatz!

So könnte es gehen.

[17.4.2020]


endlich Donnerstag, 7. 5. 2020, 0:00

iPhone 12 bekommt neues Design mit flachen Seiten und kleinerem Notch
derstandard.at

Wir brauchen das. Die Breite an der Spitze ist nämlich massiv dichter geworden, und das beschleunigt. Mit einem noch kleineren Notch aber könnten wir es eventuell schaffen.

Gespannt harren wir, und nach zwölf kommt 13.

[14.4.2020]


Potenzial Montag, 4. 5. 2020, 0:00

Genesung von Corona in Österreich: 4.512 wieder ganz gesund, 273 verstorben
kurier.at

Wieviele, zu Ostern, auferstanden sind, konnte nicht – und kann womöglich niemals – mit Sicherheit eruiert werden.

So besehen könnte Corona für die hierlands leitkulturelle(n) Konfessionen die Tore zu einem Update bis hin zur zweifellos anstehenden Reformation aufstoßen. Aber was red ich da: Wie wär’s denn überhaupt gleich mit der Gründung einer Religion? Man durchforste also dringend sämtliche Statistiken. Ihre Zahl geht in die Tausende.

Holy Boris, pray for us!

[9.4.2020]


retour (1) Samstag, 2. 5. 2020, 0:00

Rückwärts einsteigen!
schwer realisierbare Handlungsanweisung, Wien

Nichts hinausstrecken!
(identer Anwendungsbereich)

Rückgängig oder rückläufig, was wäre wann besser? 

Es gilt: Von hinten besehen, kommen einem zurückliegende (zurückgelegte) Durst- bzw. Hungerstrecken als lässlich, ja, vernachlässigbar vor, bedenkt man, was dann alles noch gekommen ist – und erst, was alles noch gekommen sein wird!

Ich möcht’s ja gar nicht wissen.

Alle müssen wir dran glauben. Und nur ja nicht die Zunge hin- bzw. (für unsere bundesdeutschen Leser) herausstrecken! Tut man nicht!

(Man nennt sowas angewandte Dogmatik.)

[5.4.2020]


probat Mittwoch, 22. 4. 2020, 0:00

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen
Mt 18,20

Es wird mir ganz angst um die Welt, wenn ich an die Ewigkeit denk’.
Ewig, das ist ewig! Das sieht Er ein.
Nun ist es aber wieder nicht ewig, sondern ein Augenblick, ja, ein Augenblick!

Georg Büchner (adapt. Alban Berg): Wozzeck (1. Akt, 1. Szene).

Dieser Tage (Wochen; Monate) muss selbst die Kirche gewisse bislang für unumstößlich angesehene Grundsätze neu überdenken. In Scholastizitäten alert, wird ihr eine Umformulierung ohne Zweifel und mit Gottes Hilfe jedenfalls spielend gelingen. Eine schlechte Idee indes wäre, dafür Viri probati heranzuziehen.

Das käme irgendwie nicht gut.

[30.3.2020]


Backpapier Montag, 20. 4. 2020, 0:00

Daheim Backen hat derzeit Hochsaison
orfon (Lifestyle)

Jetzt ist Germ das neue Klopapier
Radio Österreich 1

Also ist Klopapier nun der alte Germ. Was sind wir doch umundum beglückt, unter Aufbietung sämtlicher verfügbarer Ressourcen (kaum etwas ist knapp und Zeit übergenügend) alles zusammen aufbacken zu können. Einmal so richtig unser eigenes Süppchen kochen, aber das tun wir ja schon längst. Gewisse schmecken aufgewärmt viel besser, und Brot, vernünftig genossen, sollte auch etwas altbacken sein.

Das ist nun nicht die Umwertung aller Werte, wenn auch raschen Blicks manches so wirken mag.

Ich esse zusammen.

[30.3.2020]


O Stern Sonntag, 12. 4. 2020, 0:00

Nach der ersten Woche verordneter sozialer Vereinzelung. Mögen die Umstände, die dazu führen, auch schwer fassbar-monströse sein, so ist es doch eine auf angenehme Art andere Welt. Auf den Straßen sind weniger mit ihren Egoismen keck und lautstark rempelnd sich veröffentlichende Menschen, und sie benehmen sich zudem noch freundlich, ja höflich (höflich ist mir lieber; weil scheißhöflich kann man nicht sein), irgendwie gehen sie (frei von Lifestyle-Gelaber) achtsam miteinander um, mit Respektabstand, und oft grüßen sie einander, augenzwinkernd, lächelnd. Dazu, es ist fast poetisch, Männer im Supermarkt, nicht beim Bier, nicht beim Grillzeug oder beim Ertrutzen eigensipplich behaupteten Klopapierbedarfs: Männer im Gemüse und beim Waschmittel, Frauen um sachkundigen Rat fragend!

Wie wäre es doch schön, wenn es eine solche Welt eingestandener Nichtsouveränität auch mit einer nicht durch die Seuche reduzierten Bevölkerung geben könnte.

Hoffnung keimt.

[21.3.2020]



Powered by WordPress /* kostenloser Counter

*/